Morgenblatt für die gebildeten Stände 1807 – 1865

Titelblatt "Morgenblatt"

(ab 1837, Nr. 156: für gebildete Leser)

mit getrennt geführten Beilagen:
Extra-Beylage 1809 – 1823
Intelligenz-Blatt 1807 – 1851,
Kunst-Blatt 1816 – 1849
Literatur-Blatt 1817 – 1849
Übersicht der neuesten Literatur 1809 – 1816

Mikrofiche Edition

108.100 Seiten auf 1.064 Mikrofiches, 1999, ISBN 3-89131-350-0
Diazo negativ: EUR 3.020,– (ohne Mwst.) / EUR 3.593,80 (inkl. Mwst.)
Silber negativ: EUR 3.624,– (ohne Mwst.) / EUR 4.312,56 (inkl. Mwst.)

Das Morgenblatt für die gebildeten Stände (ab 1837 Morgenblatt für gebildete Leser) ist der bedeutendste Vertreter eines neuen Zeitschriftentypus, der sich am Beginn des 19. Jahrhunderts sein Publikum eroberte. Von Johann Friedrich Cotta selbst stammten Idee und Konzept zu dieser bis zu sechsmal wöchentlich erscheinenden, im Zeitungsstil aufgemachten Zeitschrift. Das Unternehmen erwies sich schnell als spektakulärer Erfolg, nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl bedeutender Mitarbeiter. Da das Blatt in einem der einflußreichsten deutschen Verlage des 19. Jahrhunderts erschien, fehlte kaum ein wichtiger Autor auf der Mitarbeiterliste – eine hervorragende Konstellation, um das Morgenblatt als das führende literarische Unterhaltungsorgan der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu etablieren. Zumal die Prominenz der Mitarbeiter dazu führte, daß von dem ursprünglichen Prinzip, die Beiträge der Zeitschrift anonym erscheinen zu lassen, zusehends abgewichen wurde. Das Signal hierfür war schon mit Jean Pauls glänzender Idee eines vorweggenommenen Nachrufs auf das Morgenblatt in der ersten Ausgabe der Zeitschrift gesetzt worden – schon hier hatte man aus guten Gründen auf die Nennung des Verfassers nicht verzichtet.

Der Mikrofiche Edition des Cottaschen Morgenblatts liegt das Exemplar aus der Bibliothek Steinmeier in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg zu Grunde. Dieses hervorragend erhaltene Exemplar ist mustergültig kollationiert und nach Hauptteil, Kunst-Blatt, Intelligenz-Blatt und sonstigen Beilagen geordnet. Es bildet somit eine ideale Grundlage für die Erstellung der Mikrofiche Edition, für deren leichte Benutzbarkeit ohne umständliche Suche in Registern die jeweils abgeschlossene Abfolge der einzelnen Bestandteile der Zeitschrift eine unverzichtbare Voraussetzung ist.