Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung

»... erhob sich denn die JALZ zum Range der schlechthin klassischen unter den gelehrten Zeitungen des Jahrhunderts« Oscar Fambach

Titelblatt Allgemeine Literatur-Zeitung

Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung
Jena 1804 – 1841
Neue Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung
Jena 1842 – 1848
mit Ergänzungsblättern, Intelligenzblättern und Registern

zusammen ca. 69.000 Seiten auf 680 Mikrofiches
1992, ISBN 3-89131-049-8

Diazo negativ: EUR 2.410,– (ohne Mwst.) / EUR 2.867,90 (inkl. Mwst.)
Silber negativ: EUR 2.892,– (ohne Mwst.) / EUR 3.441,48 (inkl. Mwst.)

Der Auszug der Allgemeinen Literatur-Zeitung im Jahre 1803 nach Halle bedeutete für die Universität Jena einen geistigen und kulturellen Schock, der nach Einschätzung Goethes »die Akademie für den Augenblick mit völliger Auflösung« bedrohte.

Goethes Bemühungen, in Jena auch weiterhin eine führende Literatur-Zeitung erscheinen zu lassen, führten zur Gründung der Jenaischen allgemeinen Literatur-Zeitung, die ab 1804 unter der Redaktion von H.K.A. Eichstädt erschien. Sie schloß nicht nur lückenlos an ihre Vorgängerin an, sondern übertraf diese auch bald an Umfang. In der Vorrede zum Jahrgang 1812 ist von über 600 Mitarbeitern die Rede.

Standen sich die Jenaische und die Hallische Literatur-Zeitung in ihrer Zeit auch als Konkurrenzunternehmen gegenüber, erscheinen sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Grundhaltungen aus heutiger Sicht als ideale Ergänzungen: Schütz blieb mit seiner Zeitschrift auch in Halle der Kantischen Philosophie treu. Hingegen fanden in der Jenaischen allgemeinen Literatur-Zeitung zunächst der Deutsche Idealismus und die Romantik ihr Forum. Insgesamt zeigte sie sich den neu aufkommenden Richtungen gegenüber aufgeschlossen, wobei sie sich schließlich »in eine freiere Sphäre« entwickelte, »als anfangs zu hoffen möglich war« (O. Fambach).

Ihre hervorragende Bedeutung verdankt die Zeitschrift nicht zuletzt der Mitarbeit einer Vielzahl führender Persönlichkeiten ihrer Zeit, zugleich ist aber auf ihren Wert für die Goethe-Forschung zu verweisen: zumindest die ersten Jahrgänge tragen so unverkennbar die Handschrift Goethes, daß die Zeitschrift als »Goethes ureigenstes publizistisches Werk« (O. Fambach) gelten kann.

Zu den Mitarbeitern der JALZ zählten: Abeken, Bardili, Bernhardi, Böttiger, Clausewitz, Conz, Creuzer, Delbrück, Delius, Eckermann, Fichte, v. Gentz, Görres, Guts-Muths, Herbart, W.v. Humboldt, J.v. Müller, Niebuhr, Niethammer, Oken, Reinhold, v. Savigny, A.W. Schlegel, Schleiermacher, Steffens, Thibaut, H. Voß, Vulpius, Wagenseil, F. A. Wolf und K.F. Zelter.

Daß dank der Veröffentlichungen von Bulling und Fambach nahezu alle Autoren der nur mit Sigeln versehenen Beiträge der JALZ bekannt sind, erhöht den Wert dieses erstrangigen Rezensionsorgans zusätzlich.

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