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Dr. Harald Fischer

Hoffnung für eine Handvoll Leben

Titelcover "Hoffnung für eine Handvoll Leben "

Heidi Rinnhofer (Hg.)
Hoffnung für eine Handvoll Leben
Eltern von Frühgeborenen berichten

Harald Fischer Verlag, Erlangen
geb., 220 Seiten, 2. Auflage
ISBN 3-89131-113-3
EUR 15,00
nur noch einige Restexemplare mit leichten Lagerschäden

Kurzbeschreibung

Heidi Rinnhofer versammelt in diesem Band Beiträge von betroffenen Eltern und Ärzten zum Thema »Frühgeborene«. Die Autoren der Beiträge sind: Ellen von Hacht, Harald Hoenlinger, Marina Marcovich, Friedrich Porz, Heidi Rinnhofer, Wulf Schiefenhövel, Beate und Robert Simkovics, Angelika Wruss.

Noch vor zehn Jahren hatten Frühgeborene von unter 1.000 Gramm Geburtsgewicht kaum eine Überlebenschance. Dank invasiver Therapie und massiven Einsatzes der Apparatemedizin überleben heute immer mehr dieser »extremen Frühchen« - oft allerdings um den Preis schwerster Behinderungen als Folgen dieser Behandlung.

Mit ihrem Konzept der »sanften Pflege« entwickelte die Wiener Kinderärztin Dr. Marina Marcovich eine Behandlungsmethode für Frühgeborene, die den aggressiven Einsatz technischer Mittel wo immer möglich vermeidet und stattdessen verstärkt auf die lange unterschätzten, aber dennoch bereits vorhandenen Fähigkeiten der Winzlinge setzt. Einbindung der Eltern in die Pflegemaßnahmen, frühestmöglicher Hautkontakt zwischen Eltern und Kind, intensivste Beobachtung und Betreuung durch das Pflegepersonal setzte Dr. Marcovich den invasiven Therapieformen entgegen. Der Erfolg - geringere Sterbe- und Behinderungsraten als bei der »konservativen« Behandlungsweise - bestätigte die Richtigkeit ihres Ansatzes. Dennoch wurde Dr. Marcovich im Frühjahr 1994 vom Dienst suspendiert, nachdem auf ihrer Station Vierlinge gestorben waren. Nicht die Eltern, ihr Chef hatte sie angezeigt.

Eltern von Frühgeborenen haben nun das erste Buch über Dr. Marina Marcovich und die »sanfte« Frühgeborenenmedizin geschrieben. Die Beiträge schildern die Erfahrungen von Eltern sowohl mit dem »konservativen Weg« als auch mit der »Methode Marcovich« und ermöglichen so einen direkten Vergleich beider Behandlungsmethoden. Das Fazit aller Erfahrungen spiegelt sich unter dem Motto »Wenn Eltern entscheiden könnten ...« im letzten Bericht des Buches, der die dramatische Verlegung des kleinen Claudio von einer »konservativen« Station auf die Station von Dr. Marcovich schildert, eine Verlegung, die allein auf Wunsch der Eltern und gegen den Willen der Ärzte erfolgte und die möglicherweise Claudio das Leben rettete.

Die Elternberichte werden ergänzt durch einen Anhang mit Beiträgen von Dr. Marina Marcovich und Dr. Friedrich Porz, die eine Zusammenfassung der medizinischen Grundlagen und Vorgehensweisen bei der »sanften Pflege« in der Frühgeborenenmedizin bieten. Eine Dokumentation mit statistischem Zahlenmaterial und einer kurzen Einführung in die rechtliche Situation schließt sich an, abschließend werden Elternberatungsstellen genannt, die weiteres Informationsmaterial zur Verfügung stellen und Betroffenen Elterngruppen in ihrer Nähe vermitteln können.

Die Autoren

Die Herausgeberin Heidi Rinnhofer, geboren 1963, ist selbst Mutter eines »extremen Frühchens«, das von Dr. Marcovich betreut wurde.

Die Autoren der Beiträge sind: Ellen von Hacht, Harald Hoenlinger, Marina Marcovich, Friedrich Porz, Heidi Rinnhofer, Wulf Schiefenhövel, Beate und Robert Simkovics, Angelika Wruss.